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 â€žBayerischer Wald“

im April 2006

                                   

                                                 Der Frühling kommt mit aller Kraft,

                                           die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht.

                                                  In Feld und Flur es grünt so grün,

                                            zaghaft die ersten Frühlingsblumen blüh´n

                                                                                                                                                   (v. G. Barge)                 

Getreu dieser Worte wollten wir in der 1. April-Woche in den Frühling fahren.                                                          Mit uns gemeinsam fuhren noch zwei befreundete Ehepaare. Zeitig am Morgen starteten dann der „Blaue Klaus“ und der „Silberpfeil“ auf ihren Weg in den südöstlichen Teil Deutschlands  -  in den „Bayerischen Wald“. Nach einer kurzen Stärkungspause am „Hermsdorfer Kreuz“ ging es auf zur 1. Besichtigungsstation die direkt  an unserem Weg lag. 

Regensburg

Herrlicher Sonnenschein empfing uns in der 2000 Jahre alten, geschichtsträchtigen Oberpfälzer Hauptstadt – Regensburg -.                                                                                                                                                                                                                                     Regensburg – uns allen aus dem Geschichtsunterricht wohlbekannt, war sie doch ab dem          17. Jh. das Zentrum des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Viele berühmte Plätze und Gebäude werden wir im Verlauf unseres kurzen Aufenthaltes anschauen.                                                                                         Vom Parkplatz aus gehen wir über die „Eiserne Brücke“, sie überspannt die Donau, eine herrliche Sicht auf die „Steinerne Brücke“, den „Salzstadl“ sowie den „Dom“ haben wir schon von hier.         Die „Steinerne Brücke“ mit ihren 16 Bögen – die wohl älteste Brücke Deutschlands, überspannt  bereits seit mehr als 850 Jahre die Donau. In diesem Frühjahr tobt  wieder einmal viel Donauwasser zwischen den Bögen hindurch. Gleich neben dem „Brücktor“  steht der im 17. Jh. errichtete Salzstadl mit seinem hohen fünfgeschossigen Dachstuhl. Er erinnert an den regen Salzhandel früherer Jahrhunderte. Gewonnen wurde das Salz in Reichenhall und gelangte über Passau auf der Donau nach Regensburg und dann weiter nach Schwaben, die Oberpfalz usw. Bereits in der Antike war Salz ein begehrtes Handelsgut, wen wundert es da, dass das weiße Pulver zum Namensgeber vieler Flüsse  und Ortschaften wurde. Salzgitter, Salzelmen und Salzburg seien nur einige Beispiele. Der Handel mit dem „weißen Gold“ wurde immer wichtiger, garantierte er doch über viele Jahrhunderte durch die erhobenen Salzsteuern eine wichtige Einnahmequelle einiger Staaten und Herrscher.

Ein Ausspruch Goethes zeigt uns wie begehrt das Salz war:

 “Über alles preis ich den gekörnten Schnee, die erst´ und letzte Würze jeden Wohlgeschmacks,             das reine Salz, dem jede Tafel huldigt.”

Der wohl älteste Imbiss, direkt neben dem Salzstadl und der Steinerne Brücke, zugleich noch heute lebendigste Regensburger Institution ist die „Historische Wurstküche“. An schweren Holztischen, an denen noch heute die traditionellen „Sechse mit Kraut“ verzehrt werden, wurden vermutlich bereits die Erbauer der „Steinernen Brücke“ versorgt.

Weiter führt unser Weg nun vorbei an der „Porta Praetoria“                                                                                                                    aus dem Jahre 179 – es ist das älteste Stadttor Deutschlands und war einst das Nordtor eines Römerlagers. Vorbei am „Goliath“ gelangen wir nun zum „Alten Rathaus“. In dem Gebäude mit einem hohen Treppengiebel tagte im 1. Stock seit 1663 der „Immerwährende Reichstag“ bis im Jahre 1806 das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ aufgelöst wurde. Nur wenige Gehminuten entfernt und wir stehen auf dem „Haidplatz“. Prächtige Bürgerhäuser stehen rund um den Platz. Eines der größten Häuser ist der Gasthof „Zum Goldenen Kreuz“. Stammgast war hier schon „Kaiser Karl V.“, später trafen sich auch andere große Könige in diesem Haus.

Wenden wir uns nun dem nicht nur höchsten sondern auch dem bedeutendsten Bauwerk der Stadt zu. Es ist der gewaltige gotische Dom „St. Peter“. An ihm wurde 260 Jahre lang gebaut, die über 100m hohen Türme wurden sogar erst 1872 vollendet. Der Innenraum bietet 7000 Menschen Platz. Große gotische Steinfiguren sowie der silberglänzende barocke Hochaltar ziehen die Blicke der Besucher auf sich.

Noch vieles mehr gäbe es in Regensburg anzusehen, aber wir wollen ja noch einige 100 km weiter. So also gehen wir an der wild dahin fließenden Donau zurück zum Parkplatz und der „Blaue Klaus“ und der „Silberpfeil“ setzen ihre Fahrt fort.

Nur wenige Autominuten entfernt grüßt uns vom Berg herunter ein „griechischer Tempel“.

Das ist die „Walhalla“, unter König Ludwig I. um 1840 als „Tempel deutscher Ehren“ errichtet.Im Innenraum stehen die marmornen Büsten von jetzt 126 „hervorragenden Männern und Frauen deutschen Stammes“. Als 6. Frauenbüste wurde im Jahr 2003 die von „Sophie Scholl“ hier aufgestellt.

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